Ingewahrsamnahme mit Gefangenenbus und spätere Zeit in der Zelle

Triggerwahrnung. Ich denke an meine Erfahrungen in einem Gefangenenbus: Eine Freundin und ich sind die letzten, die aus einer kleinen, fast schalldichten Zelle heraus durch den Gang des Busses nach draußen sollen. Wir sind noch steif von der langen Fahrt auf engem Raum und bewegen uns langsam. Da werden wir angeschrien: “Nun macht mal hin! Die anderen Mädchen waren auch alle hübsch und willig.” Im Gang des Busses hängt ein Bild mit einer Uli Stein Zeichnung, die ich mit meinem Handy fotografierte. Darauf sind zwei Aasgeier zu sehen, die in der Steppe an einem Tisch sitzen und eine Bestellung aufgeben: “Zweimal gemischtes Aas mit Sahne!” Ich erinnere mich an ein anderes Mal in einer Gefangenensammelstelle. Eine Bekannte bittet darum, von einer weiblichen Polizistin auf die Toilette gebracht zu werden. Ein männlicher Polizist kommt ans Zellengitter mit dem Spruch, er könne ihr doch auch helfen, den Tampon zu wechseln.
Dieses Erlebnis wurde in dem Artikel Polizei und Sexismus: Erfahrungen mit den Vertreter*innen der Exekutive, der beim Feministischen Institut Hamburg veröffentlich wurde, weitergehend theoretisch kommentiert.

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